Reisen
Alpencross auf zwei Rädern
Alpenüberquerung auf zwei Rädern
Einmal mit dem Fahrrad über die Alpen fahren - davon träumen zahlreiche Radfahrer, Rennradler wie Mountainbiker. Und immer mehr davon erfüllen sich den Traum Alpencross. Vor etwa 20 Jahren machten sich die ersten Pioniere mit ihren Mountainbikes auf den Weg über die Alpen, damals noch komplett ungefedert; ein Streckenklassiker ist die Heckmair-Route von Oberstdorf nach Riva del Garda, benannt nach ihrem Erstbefahrer Andi Heckmair. Sie wird auch heute noch gerne befahren, aber es gibt zahlreiche Alternativen, oft auch kürzere Strecken, die »nur« über den Alpenhauptkamm führen.
Viele Biker machen sich nach wie vor als Individualisten auf den Weg, sich
eine passende Route für Ihren Alpencross zu suchen ist nicht weiter schwer. Es gibt viele Veröffentlichungen zum Thema und auch die GPS-Daten zahlreicher Alpencross Strecken können aufs eigene GPS Gerät geladen werden. Alternativ kann man sich auch einem Reiseveranstalter für Alpencross anvertrauen und sich von einem Guide begleitet auf den Weg machen. Auch dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man trägt, ganz im ursprünglichen Sinn, sein ganzes Gepäck im Rucksack auf dem Rücken, übernachtet in Hütten, oder auch einmal Pensionen oder Hotels im Tal. Oder man gönnt sich de Komfort-Variante mit Gepäcktransport. Dann muss man sich weniger disziplinieren, kann mehr Wechselbekleidung mitführen und wird beim Fahren nicht vom Gepäck irritiert. Dazu kommt der Vorteil, sich nicht um die Rückreise kümmern zu müssen, die normalerweise ja im Paket eines Veranstalters enthalten ist.
Das gilt im Prinzip auch für Rennrad-Fahrer, die auch individuell planen oder den Alpencross bei einem Veranstalter buchen können. Bei ihnen machen vor allem die Strecke und die Anzahl der Höhenmeter den Schwierigkeitsgrad aus - und da hat man eine schöne Bandbreite an Möglichkeiten zur Verfügung.
Bei den Mountainbikern kommt zur Länge der Strecke und den Höhenmetern ganz bestimmend der fahrtechnische Anspruch als Unterscheidungsfaktor dazu. Hier kann man von leichteren Varianten hauptsächlich auf Schotter- und Asphaltpassagen in die Strecke einzubauen, bis hin zum Klettersteig, über den das Bike getragen werden muss, alles haben. Wer es als Mountainbiker fahrtechnisch drauf hat, wird bei entsprechender Streckenwahl mit tollen Abfahrten, die durchaus auch kniffelige Passagen beinhalten, belohnt.
Auch als Rennen kann man eine Alpenüberquerung angehen. Für Mountainbiker findet die CRAFT Bike Transalp Challenge 2010 von 17. bis 24. Juli statt. Startort ist dieses Jahr Füssen. Das beliebte Etappenrennen wird auch von Profis bestritten und ist in der Regel auch sehr schnell ausverkauft. Ob man dabei allerdings ein Auge für die landschaftliche Schönheit der Alpen hat, darf bezweifelt werden. Und die ist wirklich sehenswert. Selbst wer die Berge vom Skifahren oder aus dem Autofenster kennt: Mit dem Rad ist das Erlebnis wirklich unvergleichlich.
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